Vorabenddemo: Für ein Viertel ohne Nazis – Gegen rechte Gewalt und Nazimusik!

Wie schon in den vergangenen Jahren wollen am 4. September über Tausend Neonazis in Dortmund ihren so genannten “Nationalen Antikriegstag” veranstalten. Dieses Jahr ist jedoch neu, dass sie versuchen unter Polizeischutz durch die Dortmunder Nordstadt zu laufen und zusätzlich am Vorabend, den 3. September, ein Rechtsrock-Konzert mitten in der Innenstadt abhalten wollen.

Aufstand im Ghetto!

Die gewählte Route der Neonazis ist kein Zufall. Die Nordstadt ist ein stark migrantisch geprägter Stadtteil und Wohnort vieler alternativer und linker Menschen.
Auch aus der Geschichte der Nordstadt wird klar, dass sie den Nazis schon immer ein Dorn im Auge sein musste. Während des Nationalsozialismus war sie eine Hochburg der Kommunist_innen, und der Widerstand gegen die SS und Wehrmachtssoldaten war hier besonders stark.
Wenn also am 4.September über 1.000 Neonazis durch die Nordstadt laufen, ist dies ein Affront gegen alle Anwohner_innen.

Freund und Helfer?

Die Dortmunder Polizei, die in der Vergangenheit immer wieder negativ in Bezug auf den Umgang mit Neonazis auffiel, setzt dieses Jahr noch einen drauf. Sie verkündet, am 4.September mit „Null Toleranz“ gegen jeglichen antifaschistischen Protest vorzugehen und hat für den Vorabend sogar ein Konzert der Neonazis mit bekannten Rechtsrock-Bands direkt in der Innenstadt genehmigt.
Anders als die Demonstration des S4-Bündnisses, die an den Rand der Stadt gedrängt werden soll, ist das Rechtsrock-Konzert direkt am Hauptbahnhof offenbar kein Problem. Bisher fanden Rechtsrockkonzerte in Dortmund hauptsächlich szeneintern in geschlossenen Sälen statt. Nicht ohne Grund warnen anderweitig zuständige Stellen immer wieder vor rechten Rock- und Hardcorebands als “Einstieg” in die rechte Szene. Die Dortmunder Polizei schlägt derartige Bedenken in den Wind und will am 3. September mit ihren Einsatzkräften dafür sorgen, dass der Rechtsrock in die Öffentlichkeit kommt.

Es bleibt dabei – Let‘s push them back!

Neben den Aktionen am 4. September werden wir auch am Tag zuvor gegen Nazis und ihre Musik demonstrieren. Wir wollen durch unser Viertel laufen, um auf das umsichgreifende Naziproblem aufmerksam zu machen. Denn eines steht fest: Es ist nicht hinzunehmen, dass Nazis unter Polizeischutz ermöglicht wird, eine Kulisse der Bedrohung inmitten eines migrantisch geprägten Viertels aufzubauen!
Darum rufen wir auf, am 3. September um 16:00, Dortmund HBF Nordausgang zur Demonstration zu kommen und anschließend gegen das Nazikonzert in der Innenstadt zu protestieren!

Kein Raum für Nazis!
Rechter Musik den Stecker ziehen!